Kostenreduktion
Um Kosten einzusparen und die Produktivität zu steigern, müssen
Abläufe ständig optimiert werden. In der Vergangenheit wurde hierfür auf der
"technischen" Seite Beachtliches geleistet. Aber wie steht es um die Interaktion
zwischen den Mitarbeitern?
Konflikte am Arbeitsplatz
Wieviele Milliarden Euro jährlich allein in Deutschland eingespart
werden könnten, wenn innerbetriebliche Konflikte und Kommunikationsbarrieren die
Effektivität nicht lähmen würden, lässt sich nur erahnen.
Der Schaden, den zwischenmenschliche Spannungen in Unternehmen anrichten, geht jedoch weit
über direkte Kosten hinaus:
- fähige Mitarbeiter kündigen aus Frust über das schlechte Betriebsklima
- Kunden springen ab, weil Service und Kundenfreundlichkeit zu wünschen
übrig lässt - kein Wunder: die Mitarbeiter sind damit beschäftigt, den
innerbetrieblichen Zwist aufrecht zu erhalten, bzw. abzuwehren.
- der Ruf einer Firma ("die haben ihren eigenen Laden nicht im
Griff") wird auf Jahre hin beschädigt.
Dabei sind sich die Ökonomen darin einig, dass der entscheidende
Wettbewerbsvorteil in Zukunft in der Motivation und den Fähigkeiten der Mitarbeiter liegt
und nicht (wie bisher) im technischen Know-how oder in straffen Produktionsabläufen.
"Kundenorientierung" und "Service" sind hier die
Stichworte.
Dem Kunden voll und ganz zuwenden kann sich aber nur der, der den
Rücken frei hat und nicht ein "Messer" fürchten muss - besser noch: der, der
weiss, dass der Rest der Mannschaft hinter ihm steht. Wer mit sich selbst und mit internen
Auseinandersetzungen beschäftigt ist, mag den Kunden anschauen, aber er hat keinen Blick
für ihn. In diesem Sinn entscheidet in Zukunft das Betriebsklima massgeblich über Erfolg
oder Misserfolg eines Unternehmens.
Potenziale nutzen
Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, woran es wohl liegt, dass
Mitarbeiter erst in ihrer Freizeit so richtig aufblühen und zur Entfaltung kommen und
nicht am Arbeitsplatz.
Eine oft gestellte Frage lautet: "Leben Sie, um zu arbeiten
oder arbeiten Sie um zu leben?"
Mir scheint diese Frage die falschen Alternativen zu bieten. "Ich
arbeite, um zu leben" klingt so, als ob ich nicht lebe, während ich arbeite.
Ich "opfere" sozusagen ein Drittel meines 24 Stunden Tages, um zwei Drittel
damit finanzieren zu können - wobei ich hiervon wiederum einen Grossteil verschlafe. Was
für eine lausige Ausbeute!
Arbeit kann auch Erfüllung sein - nämlich dann, wenn ich in meiner
Persönlichkeit, in meinen Gaben gefordert und gefördert werde, wenn ich
Entfaltungsmöglichkeiten habe und nicht jegliche Motivation von einem spannungsgeladenes
Umfeld im Keim erstickt wird.
Viele Vorgesetzte haben sich damit abgefunden, dass das Beste ihrer Mitarbeiter nicht
während der Arbeitszeit, sondern in deren Freizeit zur Entfaltung kommt.
Langfristig werden jedoch die gewinnen, die sich damit nicht zufrieden geben.
Um nicht einer Illusion zum Opfer zu fallen: Ein spannungsfreies Umfeld
wird es nie geben - zumindest nicht, solange Menschen miteinander zu tun haben, die
wissen, was sie wollen. Konflikte gehören zum Leben - auch zum Leben eines
Unternehmens. Aber Mitarbeiter und Führungskräfte können in ihrer Sozialkompetenz
gefördert werden, so dass sie das Handwerkszeug dazu haben, mit Konflikten konstruktiv
und für alle gewinnbringend umzugehen.
Diese Sozialkompetenz zu fördern, wirkungsvolle Instrumente für das
Konfliktmanagement an die Hand zu geben und so das Betriebsklima und die Produktivität zu
verbessern, ist Ziel unseres Seminar- und
Coachingangebots. |