 Nein, Führungskräfte haben keine Krisen ... - zumindest "offiziell"
nicht.
Souveränität ist gefragt, klare Überzeugungen, Motivation und selbstsicheres Auftreten.
Wer andere Führen will, muss sich selbst im Griff haben!
Wenn das nur so einfach wäre!
Glaubt man den Statistiken, dann nahm sich eine beängstigende Zahl von
Führungskräften im vergangenen Jahr das Leben. Suizid als letzter Ausweg.
Andere greifen zu Alkohol und Drogen. Die Sucht wird zum Ventil für den immer grösser
werdenden Druck.
Die Anspannung in der Firma überträgt sich auf das Zuhause. Konflikte mit Vorgesetzten
oder Mitarbeitern breiten sich nicht selten bis ins eigene Wohnzimmer aus.
Kürzlich sagte mir eine Führungskraft: "Meine Nerven brauche ich im Betrieb. Zu
Hause habe ich dann keine mehr."
Unter der Last der Verantwortung zerbrechen Familien. Das Leben gerät aus den Fugen -
auch und gerade dann, wenn man erfolgreich
Karriere gemacht hat.
Das freilich passt so gar nicht zu den idealisierten
"Hochglanzmanagern" aus Magazinen und "bench-mark-reports".
Wir sind der Meinung, dass Erfolg möglich ist. Er muss nicht
zwangsläufig mit dem Leben, der Gesundheit oder mit dem Zerbruch von Ehe und Familie
bezahlt werden. Im Gegenteil!
Zunehmend mehr Führungskräfte - bis hinein in die Vorstandsetagen -
bestätigen uns, dass Krisen nichts sind, was man verheimlichen müsste. Sie gehören zum
Leben - auch zum Leben einer Führungskraft!
Frühzeitig angesprochen und professionell bewältigt bieten sie die
Chance zu persönlichem Wachstum, zu grösserer Reife und
langfristigem Erfolg.
Max Frisch sagte: "Krise ist ein produktiver Zustand - man
muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen." |